2016

HIGHLIGHTS

Ein langfristiger Vertrag mit der Technischen Universität Darmstadt, neue Dienstleistungen und Produkte, soziales und gesellschaftliches Engagement in der Region, gleich mehrere Auszeichnungen – in den 366 Tagen des Jahres 2016 ist viel passiert. Wie in den Jahren zuvor hat ENTEGA wieder zahlreiche, oft sehr verschieden­artige Initiativen erfolgreich vorangebracht. Die nächsten Seiten geben einen Überblick über ­einige Highlights des Jahres.

Daten einfach über das Stromnetz übertragen

Intelligente Zähler und intelligente Stromnetze sind ein wesent­liches Element der Energiewende. Die sogenannten Smart Meter messen den Verbrauch und die Leistung in Echtzeit und ­ersparen so das lästige Ablesen der „analogen“ Stromzähler. ­Darüber hinaus ermöglichen sie die Einführung flexibler Tarifstrukturen und eine bessere Steuerung des Energieverbrauchs – Strom kann auf diese Weise zum Beispiel genau dann genutzt werden, wenn er besonders günstig ist. Das Gesetz zur Digitalisierung sieht eine Umrüstung aller Stromverbrauchsstellen bis 2032 vor. Die e-netz Südhessen wird 2017 mit dem Einbau beginnen, wenn auf dem Markt zertifizierte Geräte verfügbar sind. Um den Betrieb der Smart Meter in der Praxis zu testen, hat die e-netz Südhessen 2016 ein Pilotprojekt durchgeführt. Es begann im August 2015 und umfasste den Einbau und Betrieb von 300 kommunikationsfähigen Zählern in Darmstadt, Rödermark und Birkenau. Teilnehmen konnten Kunden, die über einen Jahresverbrauch von über 6.000 kWh verfügen. Zur Datenübertragung setzte die e-netz Südhessen dabei auf die Kommunikationstechnologie Breitband-Powerline (BPL) der Power Plus Communications AG aus Mannheim, mit der sich Daten sicher und einfach über herkömmliche Stromnetze übertragen lassen. Der große Vorteil dieser Technologie ist, dass sie sehr robust und zukunftsfähig ist. So ermöglicht sie künftig weitere Dienste, ohne zusätzliche Leitungen oder Bandbreiten zu benötigen. Weiterer Vorteil: Die Aufwendungen für das erforderliche Kommunikationsnetz bleiben im Konzern und fließen nicht über angemietete Kommunikationsverbindungen an externe Anbieter.

Mieten statt kaufen – auch die nächste Heizung

Eine neue Heizung mieten, anstatt sie zu kaufen? Was sich in den Ohren vieler Verbraucher vielleicht noch ungewohnt anhört, ist bei ENTEGA längst möglich. Denn statt mehrere tausend Euro für eine neue Heizung auszugeben, können Hausbesitzer bei ENTEGA einfach eine neue Erdgas-Brennwertheizung zu einem monat­lichen Festpreis mieten – Wartung, Reparatur und Schornsteinfeger inklusive, ebenso wie ein 24-Stunden-Notdienst. Entscheidet sich ein Hausbesitzer für das Angebot, bezahlt ENTEGA die neue Anlage und kümmert sich um die gesamte Installation.

ENTEGA bietet diese Lösung unter dem Namen „ENTEGA Wärme komplett“ an und hat das Produkt 2016 in einer neuen Version auf den Markt gebracht. Wichtigster Unterschied ist der Preis: Schon ab 89 Euro monatlich gibt es jetzt eine neue Heizung. Erreicht wurde die deutliche Preissenkung insbesondere durch die weitere Standardisierung des Angebots sowie die Kooperation mit einem Hersteller von Heizungsanlagen. 

Die Vertragslaufzeit beträgt zehn Jahre. Zum monatlichen Festpreis kommen nur noch die Energie­kosten hinzu. Mit den modernen Heizungen sind allerdings deut­liche Einsparungen möglich, weil sie erheblich weniger ver­brauchen – insgesamt lassen sich bis zu 30 Prozent Energie einsparen! Wer seine alte Ölheizung oder andere Anlagen zudem durch Erdgas ersetzt und auf „Wärme komplett“ umsteigt, erhält von ENTEGA sogar noch einen „Umstiegsbonus“: Das Unternehmen zahlt einmalig bis zu 1.250 Euro an alle Haus­besitzer, die eine neue Anlage bei ENTEGA mieten.

Qualität auf Baustellen sichern

Die e-netz Südhessen hat 2016 eine neue Qualitätsstrategie für Baustellen auf den Weg gebracht. Hintergrund ist, dass sich das Unternehmen als „schlanker Netzbetreiber“ bei Baustellenprojekten zunehmend auf die zentralen Kernbetriebsleistungen konzentriert – viele Baumaßnahmen also immer öfter an externe Firmen vergibt. Um aber auch künftig eine hohe Qualität auf den Baustellen gewährleisten zu können, hat die ENTEGA-Tochter im vergangenen Jahr eine Qualitätspartnerschaft entwickelt. Mit an Bord sind die unter Vertrag stehenden Partnerunternehmen für Bau und Montage.

Die e-netz Südhessen hat ihre neue Qualitätsstrategie für Baustellen ­aus dem Spannungsbogen zwischen Qualität auf der einen und Kostensenkung auf der anderen Seite abgeleitet: Die regulatorischen Anforderungen der Bundesnetzagentur als auch eigene Unternehmensziele fordern immer höhere Effizienz und Kosteneinsparung. Zugleich gilt es, die Aufgaben aus der Energiewende und die steigenden Qualitätsanforderungen der Konzessionsgemeinden zu erfüllen.

Konkret führen jetzt z. B. zusätzlich zur herkömmlichen Projekt­steuerung speziell geschulte Qualitätssicherungsbeauftragte der e-netz Südhessen gezielte Stichprobenkontrollen auf den Baustellen durch. Etwaige Mängel können so frühzeitig entdeckt und behoben werden. In den Partnerunternehmen wird ein Prozess zur Mängelvermeidung und zur Qualitätssteigerung angestoßen – wie die Ergebnisse aus einer Pilotphase belegen.

Preise bleiben unverändert

Vieles wird teurer – die Strompreise von ENTEGA gehören nicht dazu. So ist es auch 2016 gelungen, die Preise stabil zu halten. Das gelang sogar schon im vierten Jahr hintereinander, obwohl die Kosten für die EEG-Umlage und die Netzentgelte stetig gestiegen sind.

Herausragender Kundenservice

Unverändert „sehr gut“ bleibt der Kundenservice der ENTEGA. In den vergangenen Jahren wurde das Unternehmen bereits mehrfach für seinen Kundenservice ausgezeichnet. Unter anderem bestätigten die Universität St. Gallen, der TÜV Rheinland und Check24 den hervorragenden Kundenservice. 2016 kürte Focus Money ENTEGA zudem mit Abstand zum besten Energieversorger im Bereich „Nachhaltigkeit und Verantwortung“. Auch beim Hotline-Test für Neukunden des Computermagazins CHIP erhielt ENTEGA im vergangenen Jahr die höchste Bewertung – und das im Vergleich zu 150 Wettbewerbern. Das Fazit der Tester: „Als einziger Stromversorger in öffentlicher Hand bietet ENTEGA seinen Kunden die beste Hotline-Versorgung in unserem Test: 93,6 Punkte und damit sehr gut lautet unser Urteil.“

Damit nicht genug: Im zweiten Jahr in Folge zeichnete das Deutsche Institut für Service-Qualität (DISQ) ENTEGA in der Kategorie „Energie“ 2016 mit dem Deutschen Servicepreis aus. Dieser Preis wird jedes Jahr vom DISQ und dem Nachrichtensender n-tv vergeben. Insgesamt wurden 500 Unternehmen in vierzehn Kategorien getestet.

So kommt Energie ins Haus

Ob Strom, Gas oder Wasser – die e-netz Südhessen betreibt die Verteilnetze in der Region bis zu den Endkunden. In 65 Kommunen im Rhein-Main-Neckar-Raum werden über diese Netze rund eine Million Kunden – private Haushalte ebenso wie kommunale Verwaltungen, Industriebetriebe ebenso wie Forschungseinrichtungen versorgt. Zu Beginn des Jahres 2016 übernahm die e-netz auch den Betreib des Stromnetzes in der Stadt Gernsheim. Als Tochterunternehmen der ­ENTEGA AG ist die e-netz Südhessen als sogenannter „Verteilnetzbetreiber“ für die Planung, den Bau und den Betrieb der Netze, für den Anschluss neuer Verbraucher und Erzeugungsanlagen und die Messung der verbrauchten und ins das Netz eingespeisten Energie zuständig. Der Grund dafür liegt im Energiewirtschaftsgesetz: In Unternehmen einer bestimmten Größenordnung muss der Netzbetrieb von den Geschäften der Energieerzeugung und des Vertriebs getrennt in einer rechtlich eigenständigen Gesellschaft organisiert sein.
2016 erwirtschaftete die e-netz Südhessen mit rund 500 Mitarbeitern ca. 350 Millionen Euro Umsatz. Für die Netzkunden und die Kommunen in der Region erbringt das Unter­nehmen noch weitere Leistungen, wie z. B. den Bau und den Betrieb von Straßenbeleuchtungs- und Verkehrssignalanlagen, oder den Bau und die Wartung größerer energietechnischer Anlagen. Zusätzlich im Portfolio für die Kommunen ist seit Jahren die Baulanderschließung inkl. der Vermarktung der Grundstücke. Allein im Jahr 2016 war das Unternehmen in sieben Bauland­projekten aktiv.
An das über 11.000 Kilometer lange Stromnetz der e-netz sind rund 10.500 Erzeugungsanlagen angeschlossen – von der Solaran­lage auf dem Ein­familienhaus bis zu großen Windkraftanlagen. Wie das Gasnetz liegt auch das Stromnetz zu 98 Prozent unter der Erde. Der Vorteil: Die unterirdischen Leitungen sind weniger störanfällig als Freileitungen. Die Netzzuverlässigkeit bei Strom liegt z. B. rechnerisch bei nur 6,6 ­Minuten Stromausfallzeit pro Kunde im Jahr. Im Bundesdurchschnitt beträgt der Wert rund 13 Minu­ten. Eine sichere und zuverlässige Versorgung ist also auch in Zeiten der Energie­wende mit fluktuierender Einspeisung von Strom aus Wind und Sonne garantiert.
Mit Netzsteuerung und Netzbetrieb trägt die e-netz zur hohen Standort- und Lebensqualität in Südhessen bei – und zwar rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr. Das Unternehmen bekennt sich klar zur Region. Hierfür steht auch die Arbeit der vier Regionalstellen in Darmstadt, Groß-Umstadt, Erbach und Heppenheim – Kundenähe im besten Sinne des Wortes.